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Solaris

Autor:Stanislaw Lem
Jahr:1961
ISBN:3423101776

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Wertung: 3 von 7 Interessante Idee, aber das reine Aufzählen der Theorien war sehr langweilig.


Solaris zählt zu den Klassikern der SF Literatur. Zu Recht?

Der Astronaut Kelvin kommt zur Raumstation, die um den Planeten Solaris kreist. Dieser fast völlig aus Wasser bestehende Planet verhält sich sehr merkwürdig so dass man annimmt, dass der Ozean eventuell lebendig oder sogar intelligent ist. Er wird schon viele Jahre beobachtet aber man ist bis jetzt zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen.

Auf der Station herrscht ein desolater Zustand. Kelvin wird zuerst mit Misstrauen empfangen und keiner will ihm etwas erklären, er wird schon selbst sehen. Kurze darauf passiert es, Kelvins verstorbene Frau erscheint...

Solaris lebt von seinen Rätseln und von der tragischen Liebesgeschichte zwischen Kelvin und seiner Frau Harey. Leider nimmt dies nur einen kleinen Teil des Romans ein. Auf vielen Seiten wird beschrieben, wie Solaris erforscht wurde und welche Theorien zur Erklärung der Phänomene aufgestellt wurden. Diese Passagen haben mich sehr gelangweilt. Vielleicht liegt es auch am Stil bzw. an der holprigen Übersetzung, aber ohne die wenigen Perlen hätte ich das Buch schon früh in die Ecke geworfen. Zu den Perlen gehört unter anderem die Erkenntnis, dass die Menschen unfähig sind, mit dem Ozean Kontakt aufzunehmen. Sehr ernüchternd und im Widerspruch zu den Träumen der Menschen, aber Stanislaw Lem beschreitet damit einen eigenen und in sich logischen Weg.

Das Thema hat mir sehr gut gefallen, aber die Umsetzung war überraschend langweilig. Stellenweise blitzt das Genie von Lem auf aber über weite Strecken konnte mich das Buch nicht begeistern.

August 2004

Seite zuletzt geändert am 18.August 2006, um 19:13