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Review: Windhaven

Windhaven
 
Autor: George RR Martin
Jahr:
ISBN:0553577905 (engl.)

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Wertung: 5 von 7 Sehr schöne Geschichte mit überraschenden Facetten, aber etwas zu geradlinig.


Marris hat einen Traum: sie möchte gerne eine Fliegerin werden. Vor vielen Jahren sind Raumfahrer auf dem Planeten gelandet um ihn zu besiedeln und das einzige, was an sie erinnert, sind Flügel aus Metall mit denen man durch die Lüfte gleiten kann. Die Flieger sind eine angesehene Schicht und überbringen Nachrichten zwischen den Inseln.

Die Anzahl der Flügel ist begrenzt und so gibt es eine Tradition. Wenn das erste Kind erwachsen geworden ist, bekommt es die Flügel vom Vater bzw. von der Mutter. Marris ist keine Tochter eines Fliegers, wird aber von einem großgezogen. Ihr Stiefbruder hat mit der Fliegerei nichts im Sinn und möchte lieber Sänger werden während Marris eine hervorragende Fliegerin wird. Es kommt zum Eklat und sie kämpft um das Recht, Flügel besitzen zu dürfen. Ihr Kampf hat weitreichende Konsequenzen auf die Fliegergesellschaft und wird ihr ganzes Leben bestimmen.

Windhaven ist ein sehr intelligent geschriebenes Buch mit einprägsamen und glaubhaften Charakteren. Die Geschichte nimmt einen sehr schnell gefangen weil sie verschiedene Seiten des Konfliktes behandelt. Es wäre leicht, die Tradition einfach vom Tisch zu fegen, aber sie hat ihre Berechtigung gehabt und im letzten Teil des Buches wird deutlich, wie gravierend die Auswirkungen wirklich sind. Wie sagt der Sänger Barrion: "Man kann nicht mitten im Lied eine Note ändern, ohne das sich das ganze Lied ändert."

Ganz im Gegensatz zur Song of Ice and Fire Reihe von George R.R. Martin ist die Handlung relativ einfach konstruiert. Das macht es für den Leser leichter, die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen und das Buch zu genießen. Sehr empfehlenswert!

Februar 2004


Romanauszug

THE STORM HAD RAGED through most of the night. In the wide bed she shared with her mother, the child lay awake beneath the scratchy woolweed blanket, listening. The sound of the rain against the thin lemonwood planks of the cabin was steady and insistent, and sometimes she heard the lightning flashed thin lines of light leaked in between the shutters to illuminate the tiny room. When they faded, it was dark again.

The child could hear the patter of water against the floor, and she knew that the roof had sprung another leak. It would turn the hard-packed earth to mud, and her mother would be furious, but there was nothing to be done. Her mother was not good at patching roofs, and they could not afford to hire anyone. Someday, her mother told her, the tired cabin would collapse in the violence of the storms. "Then we will go and see your father again," she would say. The girl did not remember her father very well, but her mother spoke of him often.

Seite zuletzt geändert am 19.December 2006, um 23:44